Heinz und Dieter auf Paneuroparadweg Prag – Paris

Paneuropa Radweg 2016

Für 2016 hatten wir, Heinz Beer und Dieter Kraus, vom Paneuropa-Radweg Paris – Prag den Routenabschnitt von Straßburg nach Sulzbach-Rosenberg geplant. Gesamt km 543.

Wie immer wurde der Start nach einer guten Wetterprognose festgelegt.

Beschreibung der Strecke:

Auf dem ersten Abschnitt durch Deutschland radeln wir ohne nennenswerte Steigungen von Kehl bis Heidelberg durch das Rheintal und anschließend bis Heilbronn durch das enge, idyllische Neckartal.

Ab Heilbronn wird es bergig. Wir radeln mit einigen kräftigen Steigungen durch die Ausläufer des Mainhardter Waldes und der Waldenburger Berge nach Schwäbisch Hall. Ab Schwäbisch Hall können wir uns ein kurzes Stück entlang der Kocher ausruhen, bis es schließlich steil zum Jagsttal und über die Frankenhöhe nach Rothenburg o.T. geht. Ab Rothenburg ist es noch etwas bergig, dann geht es überwiegend bergab durch das Biberttal nach Nürnberg.

Start war am Sonntag, 17. Juli um sieben Uhr mit einem Mietwagen, VW Sharan, von Europcar. Ankunft in Kehl 10.15 Uhr. Kosten 115,66 € + 36,-€ Diesel.

Um etwa 10.30 Uhr radelten wir bereits am Rheindamm Richtung Iffezheim.

Unsere täglichen Tourenabschnitte:

Sonntag, 17.07.

Kehl 10.30 Uhr – Karlsruhe Durlach 18.00 Uhr

ca. 40 km immer am Rheindamm entlang bis Ifezheim. Von Iffezheim über Rastatt – Muggensturm – Malsch – Ettlingen – Karlsruhe Durlach. Teilweise sehr schlechte und unübersichtliche Markierung.

98 km, FZ 5,10 Std., Ds 18,76 kmh/std., 208 HM, Ds Puls 112, max. 141, kcal. 2154 ca.30 * C.

Übernachtung Hotel IBIS 74,- € mit Frühstück.

Montag, 18.07.

Karlsruhe Durlach 8.45 Uhr – Neckargemünd 17.15 Uhr

Von Karlsruhe Durlach –  Weingarten – Bruchsal – Kronau – St. Leon-Rot – Speyer – Heidelberg – Neckargemünd.

108 km, FZ 6,22 Std., Ds 17,0 kmh/std.       253 HM, Ds Puls 98, max. 126,  kcal. 1272

Übernachtung Gasthaus Reber 75,- €.

Dienstag, 19.07.

Neckargemünd 8.45 Uhr – Pfedelbach (Öhringen) 18.00 Uhr

Bis Heilbronn ging es immer am Neckar entlang.

Neckargemünd – Neckargerach – Obrigheim – Bad Wimpfen – Bad Friedrichshall – Heilbronn – Bretzfeld – Öhringen.

In Obrigheim fuhren wir direkt am abgeschalteten Atomkraftwerk vorbei, das Ernst Pickel geleitet hat. Es ist baulich noch vollständig erhalten und auch abgesichert. Wir kamen auch durch Adolzfurt. Dort betrieb Dynamit Nobel eine Schwarzpulverfabrik, die nach einer großen Explosion aufgelöst wurde. Die Radstrecke verlief teilweise direkt durch die Weinberge. Anbaugebiet des süffigen Trollingers. In Öhringen ist zurzeit die Landesgartenschau von Baden Württemberg. Es war sehr schwierig, ein Zimmer zu finden.

122 km, FZ 6,59 Std., Ds 17,52 kmh/std.,  892 HM, Ds Puls 110, max. 139,

 kcal. 2687, 33’ C.

Mittwoch, 20.07.

Pfedelbach 8.15 Uhr – Rothenburg o.T. 17.00 Uhr

Heute lag die schwierigste Strecke mit den meisten Höhenmetern  durch das Hohenloher Land und über die Frankenhöhe vor uns. Es war außerdem der bisher heißeste Tag des Jahres mit 36 ‚ C. angekündigt.

In Pfedelbach den richtigen Radweg zu finden, war wieder mal etwas schwierig.

Von Öhringen ging es über Neuenstein nach Waldenburg und weiter bis nach Schwäbisch Hall. Die erhaben gelegene Stadt Waldenburg ist nur durch einen steilen Anstieg erreichbar. Wegen der großen Mittagshitze legten wir eine kurze Schiebestrecke ein. Weithin sichtbar sind in Waldenburg die Wahrzeichen der Stadt, die „Drei Finger“, Stauferturm, Mändelsturm und Stadtkirche. Nach 13 km erreichten wir Schwäbisch Hall. Ab Schwäbisch Hall geht es auf dem Kocher-Jagst-Radweg über Untermünkheim nach Braunsbach. Dabei unterquert man bei Geislingen die imposante Kochertal-Brücke, mit 1128 m Länge und 185 m Höhe.

In Braunsbach ist am 29. Mai ein Unwetter niedergegangen, das einen Teil des Ortes mit Geröll überflutet hat. Die Wiederherstellung war noch im vollen Gange.

Ab Braunsbach geht es auf dem Kraichgau-Hohenlohe-Weg weiter in die mittelalterliche Stadt Langenburg, die wie eine Festung auf einem Bergrücken liegt.

Nach einer kurzen Rast ging es über die Hohenloher Ebene weiter nach Rothenburg.

Die Hotels in Rothenburg waren ausgebucht. Wir fanden zum Glück noch ein Zimmer in einer Privatpension für 69,- €.

108 km, FZ 6,43 Std., Ds 16,10 kmh/std., 1275 HM, Ds Puls 110, max. 137, kcal. 2531, 35’ C.

Donnerstag, 21.07.

Rothenburg 10.00 Uhr – Nürnberg – Bahnhof 15.00 Uhr – Sulzbach 16.30 Uhr

5.30 Uhr Gewitter mit starken Regen. Die Wetterprognose für diesen Tag war nicht besonders. Starkregen und Unwetter wurden vorhergesagt. Nach dem Frühstück mussten wir uns entscheiden, ob wir mit der Bahn nach Nürnberg zurück fahren. Trotz Regen haben wir uns für das Rad entschieden. Einmal mussten wir uns unterstellen. Wegen der Witterung entschlossen wir uns, nicht den Radweg sondern die kaum befahrene Kreisstraße bis Großhabersdorf zu fahren. Ab Großhabersdorf wieder auf dem Biberttalweg bis Fürth. In Fürth haben wir den Radweg nach Nürnberg verpasst und mussten uns den Weg zum Bahnhof mehrmals erfragen. Wegen der Wetterlage entschieden wir uns, mit dem Zug nach Hause zu fahren.

84 km, FZ 4,23 Std., Ds 19,0 kmh/std., 464 HM, Ds. Puls 98, max. 134, kcal. 842

27’ C.  

Die Radstrecke Nürnberg – Sulzbach und Sulzbach – Landesgrenze Tillyschanz sind wir bereits abgeradelt.

Fazit:

Wir wollten die Radstrecke von Straßburg nach Sulzbach-Rosenberg mit Anreise in 6 Tagen abradeln. Bei dieser Zeitvorgabe bleibt natürlich der kulturelle Teil mit Besichtigungen hinten an. Wir konnten uns aber beim Durchradeln der schönen Landschaft, der Städte und Dörfer einen guten und bleibenden Eindruck verschaffen.

Gesamt-km bis Nürnberg nach Karte 483, nach Tacho mit Umfahren 540 km.

Gesamt-Fahrzeit 29,0 Stunden, Gesamt HM 3092

Kosten Anfahrt, Übernachtung/Person 232,- €

Heinz Beer

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