Präambel

Der Ehrenkodex für Trainerinnen und Trainer ist ein selbst auferlegter Kanon von Pflichten und stellt ein in Worte gefasstes, traditionell gewachsenes, sittlich angestrebtes und gewissensbestimmtes Standesethos dar, dem ein humanes, demokratisches Menschenbild und eine ebensolches Wertorientierung zugrunde liegen.

Er dient als moralische Grundlage des eigenbestimmten Selbstverständnisses der Trainerinnen und Trainer unter strenger Beobachtung der Würde des Menschen und der Bürgerrechte im Rahmen des freiheitlich, demokratischen Gemeinwesens.

Die Würde des Menschen hat in Training und Wettkampf immer Vorrang!

Im Zentrum aller trainings- und leistungssteuernden Maßnahmen stehen die mündige Athletin / der mündige Athlet und ihre / seine verantwortungsbewusste Teilhabe an der Gesellschaft. Dieser Athletin / diesem Athleten und dieser Verantwortung fühlen sich die Trainerinnen und Trainer primär verpflichtet.

Ehrenkodex

1.    Trainerinnen und Trainer respektieren die Würde des Sportlerinnen und Sportler, die unabhängig von Alter, sozialer und ethnischer Herkunft, Weltanschauung, Religion, politischer Überzeugung oder wirtschaftlicher Stellung gleicht und fair behandelt werden.

 Diese Fairness beinhaltet vor allem einen gewaltfreien Umgang miteinander, sei es im Training oder im Wettkampf.

 Trainerinnen und Trainer bemühen sich, die Anforderungen des Sports in Training und Wettkampf mit den Anforderungen des sozialen Umfeldes, insbesondere von Familie, Schule Ausbildung und Beruf, in Einklang zu bringen.

 Trainerinnen und Trainer erziehen ihre Sportlerinnen und Sportler:

 ·      Zu sozialem; verantwortungsbewusstem und fairen Verhalten in der Trainingsgemeinschaft,

·        Zu verantwortungsbewusstem und fairem Verhalten innerhalb und außerhalb des Wettkampfes, zu absoluter Gewaltfreiheit im Umgang mit Personen und Sachen und zu Respekt gegenüber allen anderen in das Sportgeschehen eingebundenen Personen.

5.     Trainerinnen und Trainer bemühen sich um ein pädagogisch verantwortliches Handeln:

·       Sie geben an die zu betreuenden Sportlerinnen und Sportler alle wichtigen und entwicklungspsyhologisch vertretbaren Informationen zur Leistungsentwicklung und Leistungsoptimierung weiter.

·        Sie fördern die Selbstbestimmung der ihnen anvertrauten Sportlerinnen und Sportler, erziehen zur Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit in Sinne der mündigen Athletin / des mündigen Athleten, auch im Hinblick auf deren späteres Leben.

·        Sie bemühen sich bei Konflikten um offene, gerechte und humane Lösungen.

·        Sie wenden in keinem Fall Gewalt, insbesondere keine sexuelle Gewalt, gegenüber den ihnen anvertrauten Athletinnen und Athleten sowie allen anderen an der Sportartbeteiligten Personen an.

6.    Die Entwicklung zur mündigen Athletin / zum mündigen Athleten, deren Gesundheit, Wohlbefinden und Glück stehen über den Interessen und Erfolgszielen der Trainerinnen und Trainer. Alle Trainingsmaßnahmen werden dem Alter, den Erfahrungen sowie dem aktuellen physischen Zustand der Sportlerinnen und Sportler angepasst.

1.    Trainerinnen und Trainer verpflichten sich, den Gebrauch verbotener Mittel (Doping) zu unterbinden und Suchtgefahren (Drogen-, Nikotin- und Alkoholmissbrauch) vorzubeugen. Sie wirken diesen Gefahren durch gezielte Aufklärung und vor allem durch die Wahrnehmung ihrer Vorbildfunktion negativen Auswüchsen entgegen.

 

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